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Mirsä Dschälil. „Propagierung vom Mullah und Mönch“

31.01.2015 | 11:06

celil memmedquluzade

Es war ein Dorf im Gouvernement Irewan, das Dorf hieß „Samanlig“. Die Hälfte der Einwohner war Armenier, die andere Hälfte Muslim.

 

 

 

 

 

An einem Tag besuchte ich den Besitzer des Dorfes Rähim Bey. Ich war mit meinem Pferd. Es war Sommer. Ich war auf einem großen Pferd und konnte alle Höfe des Dorfes sehen. In einem Dorf fütterte eine Armenierin Hühnchen. In einem anderen Hof spülte eine Muslimin Geschirr. In einem Hof saß ein armenisches Kind im Schatten des Baumes und las. In einem Hof band ein muslimisches Kind eine Katze mit einem Bindfaden und lief hin und her. Die arme Katze miaute und folgte dem Kind.

 

 

Im Schatten eines großen Maulbeerbaumes saßen einige Armenier und aßen zu Mittag. Und der Mönch stand auf, hob seine Hand und redete. Ich wollte vorbeigehen, aber hörte gleich ein Wort und blieb stehen. Der Mönch aber sagte mit lauter Stimme: „Hayrenig! Hayrenig! Hayrenig!“ (Auf Armenisch bedeutet dieses Wort „die Heimat“.)

 
Weil ich Armenisch verstehe, blieb ich eine Weile stehen und hörte ihn. In gleicher Zeit hörte ich plötzlich auf anderer Seite der Straße die Muslime zu sprechen. Als ich mein Pferd näher ritt, sah ich vier Männer. Einer war Akhund Mullah Gurbangulu Mullah Gurban Aliyev. Ich kenne ihn schon lange Zeit, er ist Iraner. Er hatte ein Buch, das er las vor und die Bauer aufmerksam hörten.

 

 

Der Mönch redete laut: „Das armenische Volk hat in dieser Welt drei Lieblingskinder: „Heimat“, „Nation“ und „Sprache“, solange wir alle Armenier sind bereit, für diese drei Kinder sich zu opfern, können uns nicht die Hamidiyye-Soldaten und Kurden der Ottomanen, nicht die Galizinen des Russlands und nicht die anderen Unglücke der Gegenwart uns beschädigen.“

 

 

Nach diesen Worten des Mönches hörte ich die Stimme von Gurbangulu. Er las vom Buch: „Wenn jemand schläft und in seinem Traum Blutvergießen sieht, wird er in seinem ganzen Leben keine Krankheit und Unfall erleben.“

 

 

Der Mönch redete immer noch: „Meine armenische Gebrüder, seitdem es die Welt gibt, haben die Armenier von anderen Völkern Qualen gelitten. Die mächtigen Völker haben die Armenier wie kleine Insekten behandelt. Aber trotzdem hat der Armenier vor dem Tod nur diese Wörter gesagt: „Heimat, Heimat, Nation, Hayrenig!“ Meine Brüder, solange wir die Kraft haben, uns für Heimat, Nation und Sprache zu opfern, können wir unsere Sprache und Heimat schützen, auch wenn alle Völker der Welt in einer Gemeinschaft gegen uns einmarschiert hätten. Es lebe die armenische Nation, die für Heimat zum Opfer fällt! Es lebe unsere Brüder, die Märtyrer waren.

 

 

Mullah Gurbangulu sagte: „Es ist nicht gut, unter dem Baum, neben dem Wasser zu kotzen, weil der Teufel, Hexe oder Dschin böse tun kann. Am Dienstag, Samstag und Sonntag muss man nicht zum Friedhof gehen, weil in diesen Tagen die Hexen und Dschinen sich im Friedhof zusammensammeln und feiern. Diese sind Feiertage von denen und sie können den Menschen etwas Böses tun. Wenn mit jemandem so etwas geschieht, muss schnell zu mir kommen und ich schreibe für ihn eine Hexerei, damit sie ihn schützt.“

 

 

 

 

“KarabakhİNFO.com”

 

 

31.01.2015 11:06

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