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Der in Schuscha gebliebene Malvengeruch

08.05.2013 | 14:10

1368007086_m1„21 Jahre ohne Schuscha ist gleich zu Tode“

 

Am 8. Mai 1992 wurde Schuscha, eines der politischen und kulturellen Zentren von Aserbaidschan, von den armenischen Invasoren erobert. Dieses Jahr begehen wir den 21. Jahrestag ohne Schuscha und Schuscha ohne uns. Diesen Tag seit so langen Jahren als ein Besetzungstag zu begehen, ist schwerer für die ehemaligen Krieger, die in Schuscha hart erkämpft haben.Denn das Land, worum man sich zum Tode kämpft, dem Feinden zu ergeben, ist wirklich schwer. Wir werden versuchen, als Gast in einer Familie aus Schuscha vorzustellen, wie sie sich seit 21 Jahren an Schuscha erinnern. Familienvater, die ersten Gruppe Karabach-Behinderte, gleichzeitig einer der bei der Daschalti-Operation überlebten 12 Personen, ehemaliger Kämpfer ist Rahman Mammadov.

Ist es das Spiel des Schiksals oder ein Zufall, schwer zu sagen, aber in diesem Haus lebte vor der Familie des Kämpfers aus Schuscha eine armenische Familie. Und als wir da waren, bringt man den Schuldenschek für den Strom. R. Mammadov zeigend, dass der Scheck zu dem Namen der ehemaligen Besitzerin des Hauses, der vor vielen Jahren gestorbenen armenischen Frau, sagt: “Schon seit mehr als 20 Jahren bezahle ich für die Schecks, die zum Namen der armenischen Frau kommen. Sie tuen das Haus nicht zu meinem Namen. Sie sagen, es sei gegen das Gesetz. Jedoch leben die Armenier in Schuscha in unseren Häusern und sagen, dass es sei ihr Vaterland”.

Die Frau des Hauses Nuschabe Mammadova weiß dass, unser Gespräch bezüglich auf Schuscha sein wird, sagt zeigend auf die Molve auf dem Tisch: “Im Garten meines Hauses in Schuscha wuchsen Malven. Jetzt kaufe ich sie im Bazar. Seitdem wir aus Schuscha gegangen sind, kaufe ich jedes Jahr in dieser Zeit Malven.Das ist wahr, dass diese Malven den Geruch von der Malve in Schuscha nicht geben, aber es scheint mir, als ob ich Schuscha sehe.” Frau Nüschabe wird in Tränen bewegt.

 

Der Kämpfer von Schuscha erinnert sich an diese Tage so:

“Wie die anderen Schuschaer bin ich auch für die Verteidigung von Schuscha aufgestanden. Seit den ersten Jahren des Krieges habe ich gekämpft. Zuerst kämpfte ich wie die anderen Freiwilligen in Schuscha, weil es keine Armee gab. Doch ohne Pause habe ich in der 816. Bataillon, deren Kommandeur Mamed Abdullayev war, vom 15. November 1991 bis zum 31. März 1992- bis ich schwer verletzt wurde, gekämpft.Wenn es hektische Kämpfe gab, war es unmöglich zum Dorf Karkicahan zu gehen, weil die sowjetische Armee den Weg von Schuscha zu Karkicahan geschlossen hatten. Ich habe bei der Befreiung von Karkicahan, an der Verteidigung des Dorfes Nebiler teilgenommen. In Karkicahan gab es solch einen Kampf, als ob wir einen Kriegfilm geguckt hätten.Ich habe bis zu diesem und auch danach keinen solchen Kampf gesehen. Aber zu diesem Kampf bin ich zusammen mit fünf Personen gegangen. Wir hatten patriotistische Söhne, aber es gab weniger, die an solchen Kämpfen gekämpft hatten. Damals hat die Kriegsstimmung nicht die ganze Republik umgefasst. Es gab keine Mobilisierung. Auch im Januar und Februar hat der Staat Kraft geschickt, um die Frauen und die Kinder herauszuholen. Die meisten brachten hinten ihre Familien unter. Niemand würde sich denken, dass sie Schuscha verlieren könnten.Ich sage das immer, mit 30-40 Anlagen, die aus Baku gebracht worden waren, Schuscha verteidigen. Weil am 8. Mai der Feind in Schuscha nicht eingegangen war. Bevor sie Schuscha eingetreten hatten, sind unsere Kräfte zurückgezogen.Sie haben die Menschen in „Panik“ versetzt, dass man schwere Bomben einschlagen werde” sagt der ehemalige Kämpfer.

Der in Schuscha gebliebene MalvengeruchR. Mammadov sagt, dass noch vor der Khodschali Tragödie die Menschen in Panik waren. Nach den Gräueln in Khodschali wurde diese Panik noch stärker:  “Niemand wollte die Wiederholung solcher Quälereien. Allmählich wurden die Dörfer leer.Die Leute waren erschrocken. Als Schuscha erobert wurde, war ich schon verletzt und schon seit jener Zeit waren die meisten Dörfer leer.

Wissen Sie die Ereignisse passierten, so dass später uns erstaunlich war. Zum Beispiel der damalige Verteidigungsminister Rahim Gaziyev kam zu unserem Kommandeuren Mamed Abdullazev und sagte Minen von den Straßen zu räumen. Und wir haben sie geräumt und am nächsten Morgen haben wir gesehen, dass die Armenier zwar von den Orten, wo die Minen weggeräumt waren, angegriffen.Als ob es ein bewusster Plan wäre. Nach einigen Tagen haben wir gesehen, dass die Einwohner aus den Dörfern zur Stadt kommen. Es war schon unmöglich gewesen, in den Dörfern zu leben. Der Kampf ging über Tage. Die Einwohner hatten kein Gewehr. Wenn es gegeben hätte, wären sie nur Schusswaffen und Maschinengewehr. Aus Baku kam keine Hilfe. Es schien, als ob alle von den Kämpfen in Schuscha nichts gewusst hätten. Mit unserer eigenen Kraft kämpften wir nicht nur gegen die Armenier, sie hatten Unterstützung. In dieser Zeit waren wir nach der technischen Sicht sehr schwach. Wenn Aserbaidschan heutige militärische Kraft damals hätte, würden wir nichtniedergeschlagen werden.”

Der Kämpfer aus Schuscha äußert, dass 21 Jahre ohne Schuscha gleich zu Tode sei:  „Wir müssen Schuscha zurücknehmen, das fällt über unsere Schultern. Wir haben Schuscha auf Kosten unseres Blutes gegeben und werden es auf Kosten unseres Blutes zurücknehmen. Alle Orten von Aserbaidschan bedeuten für mich eine Heimat. Aber Schuscha war eine ganz andere Welt. Außerdem ist die Besetzung des Landes für einen Kämpfer zweimal schwer, worum er sich gekämpft hat. Ich habe mindestens kein einziges Bild, das ich in Schuscha gemacht habe. Es gab, aber sie sind da geblieben, wir konnten sie nicht mitnehmen. Es könnte vielleicht ein Trost sein.“

Naibe Gurbanova

KarabakhİNFO.com

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