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Der Kampfgeist ist einer sehr wichtiger Aspekte, um zu besiegen

04.10.2013 | 13:52

1380879832_sdc11058Herr Rafael, würden Sie gerne über Sie kurz erzählen…

 – Ich, Abbasov Rafael Rassim Oghlu bin 1963 in Aghdam im Dorf Seyidli geboren. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Seit 1988 schloss ich mich die Volksbewegung ein und nahm am Kampf um die Unabhängigkeit von Aserbaidschan direkt teil. Im Moment bin Karabach-Behinderte der zweiten Gruppe.

-An welchen Kämpfe haben sie teilgenommen?

 

– Als Nationalfront erstellt wurde, habe ich zusammen mit Gatir Mammad an den Kämpfen in der Nähe von Askeran, sowie in Khoramurd, Khanabat, Canyatag, Gülyatag und an anderen Kämpfen teilgenommen. Zum ersten Mal haben wir das Dorf Khoramurd von Armeniern entnommen. Im Jahre 1990 schützten die Russen diese Orten. Zusammen mit der Bataillon von Fred Asif haben wir den Angriff vom Friedhof Garacilar begonnen und haben direkt Khoramurd überfallen und um 3 Uhr Khoramurd beschlagnahmt. Wieder begannen wir auf die Richtung zu Khanabat zu bewegen. Man kann sagen, dass der Kampf in diesem Gebiet einer der schwersten und mit mehr Verlusten Kämpfe war. Uns wurde gemeldet, dass wir nach Khanabat gehen sollten. Wir haben Khanabat überfallen und kämpfend kamen zum Ort sogenannten Armudlug. Als wir bis zur Hälfte von Khanabat kamen, wurden wir eingekreist und hatten wir schwere Verluste. Wir hatten einen sehr schweren Kampf, weil unsere Soldaten erst von dem Kampf rauskamen und waren deswegen sehr müde. Armenier waren in solch einer Position des Berges, dass sie uns sehr einfach anschießen konnten. Wir haben dort gegen Mittag angegriffen. Und es war sehr gefährlich. Der Kampfgeist ist einer sehr wichtiger Aspekte, um zu besiegenAls wir ins Dorf Khanabat hinaufgestiegen sind, bewegten von uns drei gepanzerten Fahrzeuge nach vorne. Die Feinde standen ganz in der Mitte des Berges. Es gab nur einen Ausweg, nur nach vorne. Sie ließen unser erstes gepanzertes Fahrzeug, aber das zweite haben sie geschossen. So fing der Kampf an.Es war gegen vier Uhr. Es gab einen Ort am Eingang von Askeran, sogenannte Gilincbagh. Oben in Khanabat und Khoramurd lag eine Kirche. Sie begannen uns von drei Richtungen anzufeuern. Wir hatten einen sehr schweren Kampf und viele Verluste. Glauben Sie mir, der Kampf war so, als ob es regnete. In diesem Kampf wurde ich am Bein verletzt und für die Behandlung zum Hospital gebracht. Nachdem ich behandelt wurde, ging ich wieder kämpfen. Danach hatte ich den zweiten schweren Kampf in Askeran. Am nächsten Morgen der Khodschali- Tragödie hatten wir Gegenangriff. Mit Hilfe von späten Canpolad Rzaev rissen wir die Front in der Richtung von Garagaya und Nakhtschiwanik und retteten130-140 Einwohner von Khodschali aus der Gefangenschaft. Zwar in diesem Kampf wurde Canpolad Rzayev gemartert. Ich griff aus der Richtung Garagaya und Canpolad aus Nakhtschiwanik. Als wir in Garagaya angekommen waren, haben wir erfahren, dass Canpolad auf dem Panzer angeschossen und gemartert worden ist.

 

– Zum zweiten Mal, in welchem Kampf wurden Sie verletzt?

 

–  Zum zweiten Mal habe ich an den Kämpfen im Gebiet von Askeran teilgenommen und in diesem Kampf wurde ich von dem Feinde angeschossen. An die Region Askeran griffen wir hauptsächlich durch gepanzerte Fahrzeuge an. Wir gingen an dem ersten Stützpunkt von Askeran und dem Bierwerk vorbei und kämpfend gingen nach vorne. Wir ergriffen fast bis zur Hälfte von Askeran. Zwar während dieser Kämpfe wurde ich zum zweiten Mal in den Brust und Rücken-Bereichen verletzt.

 

– Von den Mitkämpfern, mit denen sie Rücken an Rücken gekämpft hatten, an wen erinnern Sie?

 

– Ich hatte viele Freunde- Dschabrail, Khudu, aus der Region Sabirabad Schützer Ilgar, Herr Bakhscheisch (zurzeit ist er Nationalheld von Aserbaidschan), Nadir, Gurd Dschabrail, Gamlo, Füsuli usw. Man kann noch mehr erwähnen. Unter meinen Mitkämpfern gab es diejenigen, die überleben konnten auch gemartert worden waren. Dschabrail hat in den Canyatag-Gülyatag Kämpfen seinen linken Fuß verloren. Khudu wurde in Nakhtschiwanik, Ilgar in Askeran, Gurd Dschabrail in Khoramurd gemartert. Diese Freunde waren sehr tapfere Kämpfer. Gott habe ihnen allen selig.

 

 Wie wir wissen, ihr Bruder Abbasoc Füsuli ist die zweite Gruppe- Karabach-Behinderte. Könnten Sie uns über ihn Bescheid geben?

 

– Abbasov Füsuli Rasim Oghlu hat seit 1989 an vielen Kämpfen aktiv teilgenommen. Er war Kommandant der Artillerie. Dann in Gervend wurde er Kommandant der ersten Bataillon. Er hat an den Kämpfen in Khoramurd, Khanabat, Nakhtschiwanik, Aranzemin, Askeran, Garagaya, Canyatag-Gülyatag und in anderen Regionen beteiligt. Zum ersten Mal wurde er in den Kämpfen in Khoramurd in seinem rechten Arm verletzt. Trozdem ging er wieder zu den Kämpfen in Canyatag-Gülyatag. In diesen Kämpfen wurde er zum zweiten Mal in seinem Schulterbereich verletzt. Nachdem er behandelt wurde, beteiligte er energisch bis zu 1994 an den Kämpfen. Momentan ist er verheiratet und hat drei Kinder. Er ist die zweite Gruppe- Karabach-Behinderte.

 

Der Kampfgeist ist einer sehr wichtiger Aspekte, um zu besiegen– Nach Ihrer Meinung, um zu kämpfen, ist die Waffe wichtiger, oder der Kampfgeist?

 

– Wissen Sie, um irgendeinen Menschen auf den Kampf vorzubereiten, soll man vorher den patriotistischen Geist bei ihm erheben. Das heißt, der Kampfgeist ist einer der wichtigsten Aspekte, um zu kämpfen. Der Kampfgeist soll hoch sein, damit die Kämpfer für den Sieg bekämpfen können. Im Herzen jedes Menschen soll es den Hass gegen den Feinden geben. Wenn in einem Kampf die Soldaten Waffen hätten, aber keinen Kampfgeist, kann dieser Kampf nicht besiegt werden. Nach meiner Meinung, der Mensch soll zuerst Patriotismus haben, Waffe steht in der zweiten Stelle.

 

– Ihrer Meinung nach, was soll man machen, um den patriotistischen Geist bei den Jugendlichen zu erheben?

 

–  Heutzutage nehmen in den Fernsehkanälen die Show-programme mehr Platz als militärische Sendungen. Wenn es statt dieser Sendungen die Sendungen mit militärischen Geist gegeben hätte, wäre es noch besser. Nach meiner Meinung soll in den Kampfregionen oft Sendungen mit militärischem Geist vorbereitet werden und übertragen werden. Man soll an die Frontlinien gehen und dortige Atmosphere an unsere Jugendlichen vermitteln. Wenn man dort für die Soldaten Konzerte, mit ihnen Interview gemacht hätte, mit ihnen gesprochen hätte, wie sie mit dem Feinde kämpfen, mit ihnen Sendungen vorbereitet hätte, würde der Kampfgeist bei Jugendlichen allmählich erhoben werden. Wenn man über den Kriegspfad der Karabach-Kämpfer, der Karabach-Veteranen Sendungen gemacht hätte, wäre es besser. Wenn man all dies gemächt hätte, würden unsere Jugendlichen einen sehr starken patriotistischen Geist haben.Der Kampfgeist ist einer sehr wichtiger Aspekte, um zu besiegen

 

– Glauben Sie, dass Karabach von der besetzung befreit werden wird?

 

– Ja, ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich es glaube. Meiner Meinung nach, hoffentlich in kurzer Zeit, nicht so lange wird es dauern, werden wir Karabach von der Besetzung befreien. Unter der Leitung unseres Oberbefehlshabers werden wir das besetzte 20% unseres Territoriums zurücknehmen.

 

 

 

Hafiz Safarov

 

“KarabakhINFO.com”

04.10.2013 13:52

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