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“Für die türkische Jugend muss es keine Grenze unter den Türkischen Ländern geben”

06.03.2013 | 16:37

4Zaur Gariboghlu: “Unsere Hauptaufgabe sei in den sozialen Medien aktiv zu sein, im Informationskrieg nicht zu verlieren

 

    Wie es schon angekündigt wurde, hat die Aserbaidschanische Delegation letzte Woche an den Veranstaltungen in Bezug auf den Khodschali Völkermord in der Türkei teilgenommen. In der Delegation waren der Abteilungsleiter für politische und soziale Probleme bei der Präsidialverwaltung Ali Hasanov, Abgeordneten Gänira Paschaeva und Musa Gasimli, Stellvertreter des Vorsitzenden des Medienrates und Vorsitzende des Internationalen Eurasien Fonds der Presse Umud Rahimoghlu, Chefredakteur des “KarabakhİNFO.com” E-Magazins Zaur Gariboghlu und andere.Wir haben uns mit Herrn Zaur getroffen und seine Eindrücke erfahren.

 

     – Herr Zaur, im Vergleich zu den vergangenen Jahren, was für eine Regsamkeit war dieses Jahr an den Veranstaltungen bezüglich auf Khodschali Völkermord in der Türkei zu spüren?

 

     – In der Türkei wurden die Veranstaltungen bezüglich auf den Khodschali Völkermord sehr gut organisiert. Sogar gab es staatliche Unterstützung. Unsere erste Veranstaltung war in Ankara an der Universität des türkischen aeronautischen Verbandes. Diese Veranstaltung wurde live auf dem lokalen Fernsehsender TRT ausgestrahlt. Da gab es Reden. Danach gab es eine Filmvorführung und Ausstellung über Khodschali. An dieser Universität studieren die Studenten aus vielen Ländern der Welt. Nach der Vorführung des  Filmes, in dem es um die Khodschali Tragödie gehe, stand ein Student aus der Ukraine auf und sagte, dass er von dem Film beeindruckt wurde. Ein Student aus Syrien sagte, dass er in seinem Land viele armenische Freunde habe, aber über diese Ereignisse habe keine Ahnung. Er äußerte, dass wenn er nach Syrien zurückkehren wird, wird er seine armenischen Freunden erinnern, dass sie solch eine Tragödie begangen hätten.

Am nächsten Tag wurde an der Gasi Universität der Türkei eine Konferenz stattgefunden. Diese Veranstaltung wurde auch auf dem öffentlichen Fernsehen von Aserbaidschan und auf dem Fernsehsender TRT AVAZ von der Türkei live ausgestrahlt. Ebenfalls gab es mit einigen türkischen Ländern Live-Verbindungen. Weil in denselben Ländern gab es auch Khodschali Veranstaltungen.

Wir haben auch in Istanbul an der Koc Universität Treffen gehabt. Im Allgemeinen hatten wir an einem Tag ein paar Versammlungen. An allen von uns durchgeführten Veranstaltungen haben wir über Khodschali Völkermord Informationen gegeben. Zur gleichen Zeit wurden die Bücher, die wir aus Aserbaidschan mitgenommen haben und die von “KarabakhİNFO.com” vorbereitete Broschüren verteilt.

     – Wie e suns bekannt ist, haben Sie an den Anhörungen über Khodschali in der Großen Türkischen Nationalversammlung teilgenommen. Wie sind die Anhörungen durchgeführt?

 

     – An diesen Anhörungen haben Sinan Oghan aus MHP, Nejdat Önver, und aus CHP Ali Özgündüz die Weltgemeinschaft abgerufen, den von Armeniern in Khodschali begangenen Völkermord berechtigt auszuwerten.

     – Und gab es individuelle Termine?

 

     – Ich habe mich mit den Vorsitzenden der „Türksolu“ Zeitung und des „Genc Türkler“ Vereins getroffen. Obwohl sie linksgerichtet sind, sind sie keine Jugendlichen mit kommunistischen Gedanken. Sie sind sehr patriotistisch-denkende Jugendlichen. Die sogenannte „Türksolu“ Zeitung des Vereins wird unter dem Motto „Eine Nation, zwei Länder und ein Herz“ herausgegeben. Wir haben eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen ihrer Zeitung und “KarabakhİNFO.com” angeschlossen. Ich würde bemerken, dass der Hauptteil der Demonstartion, die in Istanbul bezüglich auf Khodschali durchgeführt wurde, die Jugendlichen aus diesem Verein waren. Nur die Türken haben diese Demonstartion organisiert. An dieser Demonstartion haben zehntausende Jugendlichen teilgenommen.

Ich machte Schluss mit meinen Terminen in Istanbul und fuhr nach Kayseri. In Kayseri hatten wir Termine am Lyzeum der Sozialwissenschaften Kilim. Es gab ungefähr 300-400 Lehrer an diesem Treffen. Da hat unser Mitarbeiter Gafar Tschachmagli und ich aufgetreten. Wir haben über Karabach Probleme gesprochen. Die Lehrer haben uns auf der hohen Ebene empfangen. Dann hat der Lyzeumdirektor Mustafa Kischam uns ein Andenken geschenkt.

Danach hatten wir mit Herrn Gafar beim Eyvan Kulturverein in Kayseri einen Termin. Sie haben eine Zeitschrift sogenannte „Bizim eyvan“.  Ebenso gab es zwischen diesem Verein und “KarabakhİNFO.com” eine Vereinbarung. Außerdem hatten wir einen Termin mit unseren Journalisten und Schriftstellern. Mit ihnen haben wir Diskussionen über Karabach durchgeführt.

An diesen Terminen hat auch Imdad Afschar teilgenommen, der in der literarischen Umgebung in Aserbaidschan sehr bekannt ist. Bald darauf  werden die Artikel von Herrn Imdad und anderen Autoren, die wir dort kennengelernt haben, auf “KarabakhİNFO.com” wiedergegeben.

     – In der vergangenen Woche haben wir beobachtet, dass die Armenier die Poster über Khodschali in Ankara austeilen. An den Veranstaltungen, an dem Sie teilgenommen haben, gab es solche Fälle?

 

     – Ja, wir haben auch solch einen Fall gesehen. Wir hatten in Istanbul an der Memar Sinan Universität eine Konferenz veranstaltet. Wir sind in frühen Stunden zu dieser Veranstaltung gegangen. Aber diese Konferenz ist nicht stattgefunden. Der Grund darauf  waren die Armenier, die an der Veranstaltung  unter dem Titel „Linksgerichteten“ teilgenommen haben. Sie standen auf und sagten: „Türk-Aseri- sie sind Brüder“ und verlangten uns die Veranstaltung zu verschieben. Danach gab es zwischen ihnen und den türkischen Studenten Gegenüberstellung. Sie schlugen und beleidigten einander. Um diesen Konflikt nicht vertiefen zu lassen, sagte Frau Gänire, dass die Maßnahme verschoben werde. In der Wirklichkeit haben wir unsere Veranstaltung verschoben. Ich würde bemerken, dass es uns schwierig war, von dort zu gehen. Die Polizisten haben uns durch die Wege, die niemand gesehen hatte, geführt, damit wir nicht angegriffen würden.

Nach ein paar Stunden hatten wir an der Istanbuler Universität einen Termin. Diesen Termin haben die bewaffnete Polizisten begleitet. Dieselbe Veranstaltung von uns war auch ausführlich. Dort habe ich auch aufgetreten. Ich habe geäußert, dass heute die Welt sehr klein geworden sei und begrenzt an Webseiten. Ich sagte, dass obwohl die Türken mehr seien, seien sie in diesem Problem sehr schwach. Aber mit weniger Anzahl versuchten die Armenier auf den Webseiten, beim Informationskrieg uns zu besiegen. Dort habe ich die türkischen Jugendlichen gebeten, dass wie sie hier Solidarität gezeigt hätten, so würden wir auf den Webseiten, und durch andere Internetressourcen Solidarität zeigen. Da gab es an unsere “KarabakhİNFO.com” große Interesse. Übrigens ich habe gesprochen, wir warden wahrscheinlich diesen Monat die Türkische Version von “KarabakhİNFO.com” in Betrieb nehmen.

    Ich würde sagen, dass ich an dieser Veranstaltung den nationalen Geist der türkischen Jugend gesehen und das hat mich begeistert. Nach der Veranstaltung, als wir austreten wollten, haben die Studenten der Universität uns umgekreist. Alle riefen mit lauter Stimme den Slogan „Karbach gehört uns und wird unser sein“.

     Im Allgemeinen war der Besuch effektiv. Obwohl es schwierig war, innerhalb einer Woche in drei Städten viele Termine zu machen, doch haben wir das geschafft. Ich glaube, dass diese Termine ihre Konsequenz haben würden. Aber ich sage noch einmal, unsere Hauptaufgabe sei in den sozialen Medien aktiv zu sein. Ich glaube, dass Aserbaidschanisch- Türkische Jugend beim Informationskrieg solidarisch sein werden. Weil ich dort diese Solidarität gesehen habe. Die Jugendlichen der Türkischen Welt muss keine Grenzen haben. Wenn wir so denken könnten und mit diesen Gedanken einen Schritt machen könnten, würden wir sehr bald darauf  unser Karbach zurücknehmen. Mehr als eine Million Flüchtlingen und Vertriebenen würden zu ihren eigenen Gebieten zurückgehen.

Fuad Hüsseinzade

 

KarabakhİNFO.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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