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Gleichsam ist die Stimme der Menschen aus Karabach auch verändert

13.07.2013 | 12:54

1373705546_1Unser Gesprächspartner ist Firuz Sachavet, Verdienter Künstler, ein würdiger Nachfolger der Karabach-Mugamschule in der modernen Zeit. Firuz Sachavat, der am 23. August 1972 im Dorf Abdal-Gülabli in der Region Aghdam geboren ist, hat seine erste Musikausbildung an der Musikschule bekommen, die den Namen von Khan Schuschinski trägt. Sein erster Lehrer war Alisafa Babajew, der die Gesangtraditionen von Karabach lebendig hält. F. Sachavet sang 1984-1985 im “Karabach-Nachtigalle”-Ensemble und 1994-1998 studierte er im Nationalen Konservatorium von Aserbaidschan in der Klasse von Professor Arif Babajew.

Seit 2005 unterrichtet er das Singen im Nationalen Konservatorium von Aserbaidschan. Im Jahr 2008 wurde durch die Unterstützung vom Heydar Aliev Foundation das Buch sogenanntes “Karabach- Sänger” herausgegeben, das das schöpferische Arbeit von 24 Sängern umfassende Phon und Fotos zusammenfasst und es enthält auch den Gesang von Firuz Sachavat.

Wir haben mit ihm in der Probe der am nächsten Mugam Contests beteiligten Studenten gesprochen. Unser Gespräch haben wir zwar mit diesem Thema begonnen.

– Die Jahre haben auch die Stimmen aus Karabach von uns entfernt, nicht wahr? Weil wenn es keine Umgebung, kein Erde gibt, ist es natürlicher Prozess, wenn die Stimmen abklingen…

 

– Schon seit vielen Jahren sehe ich das. Im ersten Contest gab es die Anzahl der Sänger aus Karabach ziemlich viel, im zweiten Contest gab es auch einige. Aber im Letzten sehe ich, dass die Anzahl noch weniger wird.

– Ist die Anzahl von Ihren aus Karabach stammenden Studenten viel?

 

– Nein. Es gibt fast niemanden. Gleichsam ist die Stimme der Menschen aus Karabach auch verändert. Solange ich die Jugendlichen im Mugam Contest zuhöre, kann die vorigen Stimmen nicht hören. Die Stimmen haben kein Geschmack, kein Salz. In jeder Klasse habe ich 3-4 Studenten. Unter ihnen gibt es niemanden aus Karabach. Ich bin zur Kunst so eng verbunden, dass ich es mit dem Erde verbinde. Es ist möglich gebildet und intelligent zu werden. Aber die Begabung ist etwas anders. Das muss von den Genen kommen. In den 1980er Jahren haben die Leute aus Karabach fast alle Stellen besessen. Als ob der Gott sie sonderlich auswählte.

Gleichsam ist die Stimme der Menschen aus Karabach auch verändert– Noch welche Werte trägt für Sie Karabach in sich außer dem, dass sie da geboren sind?

 

– Natürlich, Karabach bedeutet für uns Heimat, das Gebiet, wo wir geboren sind. Aber Karabach ist für jeden Künstler aus Karabach ein Vermögen, Ertrag. Wir müssen wegen unserer Stimmen und Wesen beim Karabach-Erde dankbar sein. Das die Wahrheit, dass wir seit über 20 Jahren als Distanz weit von Karabach sind. Doch haben wir während dieser Jahre kein einziges Mal über Karabach vergessen.

– Im Allgemeinen. Welchen Teil von Karabach erinnern Sie vor allem, welcher für Sie heimisch ist…

 

– In unserem Dorf Abdal-Gülabli gab es einen Wald. Jedes Mal wenn ich mich an unser Dorf erinnere, erinnere ich mich wie ich  in diesem Wald geritten habe. Die Sprudel, Obstbäume dort sind in Einzelheiten in meinem Gedächtnis.

– Wann haben Sie zum letzten Mal Aghdam gesehen? Wann haben Sie dort verlassen?

 

– Als ich von dem Militärdienst zurückkam, waren unsere Territorien schon besetzt. Unser Dorf Abdal-Gülabli war früher im Gebiet von Schuscha. Die Distanz mit Adghdam ist zu kurz. Jedesmal wenn ich meine Augen zudrücke, kommt Aghdam vor meine Augen. Wegen dem Heimweh stoppt mein Herz. Unser Dorf liegt in der Höhe, am Fuße des Waldes. Eines der zunächst besetzten Dörfer ist. Falls Abdal-Gülabli nicht besetzt wäre, würde Aghdam nicht einzutreten sein. Wenn man zum Sprudel „Damdschili“ hochging, sah man Schuscha. Schuscha von Aghdam trennte das armenische Dorf Haruni. Ins Dorf zu gehen, war nur mit dem Pferd oder mit dem Esel möglich. Im Dorf gab es eine Schule für acht Jahre. Für elf Jahre sollte man in den Bezirk gehen. Einen Monat in Schuscha zu bleiben, bedeutete ein Jahr gesund zu leben. Wir haben große Hoffnung. Es ist nicht 1918, so dass niemand uns helfen könnte. Ich habe keine Verzweiflung. Denken wir gut, wird es gut sein. Alle wissen, dass jene Territorien zu Aserbaidschan gehören. Um uns zu verletzten, machen sie Fotos uns stellen sie sie aufs Internet. Lass das machen. Bei ihnen werden nur Fotos bleiben. Alle wissen sehr gut, wem Karabach gehört. Nur müssen wir nicht vergesslich sein.

Gleichsam ist die Stimme der Menschen aus Karabach auch verändert– Sie tragen in ihrem Namen auch den Namen des gestorbenen Sänger Sachavet Mammadov…

 

– Wenn ich singe, erinnern sich alle an ihn. Wenn er in den Bezirk oder in umliegende Regionen ging, ließ mich singen. Als Kind nahm Sachavet mich mit auf die Hochzeiten von Karabach. Aber er sagte mir immer Rechtsanwalt zu werden. Wenn du wolltest könntest du singen. Nachdem ich im Konservatorium immatrikuliert bin, haben meine Freunde mir vorgeschlagen, den Namen „Sachavet“ als Pseudonym zu nehmen. Jedesmal wenn sein Name erwähnt wird, werden seine Fans im „Gott sei ihm Seelig“ sagen.

– Als ein Künstler und als ein Bürger, auf welche Wege sind Sie pro für die Beilegung des Berg-Karabach-Konflikts?

 

– In Aserbaidschan gibt es niemanden, der sich für dieses Problem nicht interessiert. Niemand will, dass es Krieg oder Massaker gäbe. Doch haben wir keinen anderen Ausweg, wie lange werden wir warten, bis die Armenier uns unsere Territorien zurückgeben. Auf jeden Fall, auf beliebige Wege, glaube ich, dass unsere Gebiete befreit werden werden.

Naibe Gurbanova

KarabakhINFO.com

13.07.2013 12:54

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