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Ich wünsche, wenn es bis zum Ende meines Lebensein Tag bliebe, würde ich ihn in Zangilan verbringen

01.11.2013 | 11:49

1383291744_962861_557118241035859_1087327232_nAm 29. Oktober wird der 20. Jahrestag der Besetzung von Zangilan von den armenischen Streitkräften. Zangilan wurde die letzte siebte Region, die um Berg-Karabach besetzt wurde. 

 

Angriff der armenischen Streitkräfte mit großem Maßstab am 24. Oktober 1993 wurde mit der Besetzung der Region Zangilan, sowie der Wohnsiedlungen von Dschabrail und Füsuli durch den Fluss Aras abgeschlossen.

 

Das Territorium mit 707 Quadratkilometern von Zangilan (Regionzentrale und 93 Wohnsiedlungen) wurde von Armeniern okkupiert.

 

In Zangilan wurden während des Krieges neun Betriebe bis zur Schule, 19 Grundschulen, 15 Mittelschulen, eine Beruf-und Musikschule, 35 Bibliotheke, acht Kulturhäuser, 23 Klubs und 22 Kinoausstattung, sowie Eisenbahndepo vernichtet. Im Moment wird in Zangilan von Armenien Politik des Umweltterrorismus geführt, die reichen Patanenwälder der Region werden vernichtet und natürliche Ressource zu Eigen gemacht.

 

Unser Gesprächspartner ist der Krieger Baloghlan Ismayil Oghlu Mirzayev. Erinnern wir, dass Baloghöan Mirzayev 1971 in Zangilan im Dorf Aghali geboren und ist einer der aktivsten Teilnehmer der Kämpfe um Karabach.

 

Ich wünsche, wenn es bis zum Ende meines Lebensein Tag bliebe, würde ich ihn in Zangilan verbringen– Haben Sie mit dem Kämpfen während der Verteidigung der Region Zangilan begonnen oder bis zu dieser Zeit kämpften Sie?

 

– 1991 studierte ich in Schuscha an dem” landwirtschaftlichen Technikum im Namen Mirhassan Vezirov”. Trotzdem standen wir in dieser Zeit an den Stützpunkten in Schuscha. Während des Angriffs von Armeniern auf Zangilan kam ich aus Schuscha nach Zangilan zurück und kämpfte unter dem Kommandeuren Oberst Firudin Schabanov. Wir waren die ersten Soldaten von Aserbaidschan und haben Zangilan verteidigt. Wir hatten einen Stützpunkt im Ort nämlich “Balli Gaya”. Von dort verhinderten wir die Angriffe von Armeniern. In dieser Zeit begannen schwere Kämpfe und im Dezember 1992 konnten wir sechs Dörfer der Region von Armeniern befreien. Von dort gingen wir zur Hilfe der Region Gubadli. An diesen Kämpfen haben wir 14 Wagen von Armeniern beschlagnahmt und ein paar Armenier gefangen und zu unserer Seite abgegeben.

– Wie könnte man in dieser Zeit die Region Zangilan verteidigen, damit die Regon nicht besetzt worden wäre?

 

– In dieser Zeit war Zangilan schon in der Umlagerung. Weil bis zu Zangilan schon viele unsere Regionen wie Gubadli, Latschin, Schuscha, Dschrail und Füsuli besetzt worden waren. Deswegen war die Verteidigung von Zangilan sehr schwierig. Wir sind für 51 Tage in der Belagerung geblieben. Wir gaben den Armeniern keine Möglichkeit die Region einzudringen. Leider nach ungefähr zwei Monaten Belagerung konnten wir die Region nicht behalten.

 

– Aus welchen Richtungen haben die Armenier auf die Region angegriffen?

 

– Armenier drangen durch den Weg zwischen Dschabrail und Gubadli mit 6-7 Panzern ein. Nachdem sie im Dorf Memmedbeyli platziert wurden, organisierten Angriffe auf die Region von der Richtung Gafan. Von jeder Richtung wurde die Region überfalen und es war nicht möglich, sie zu behalten. Während der Verteidigung von Zangilan wurden wir mit keiner Hife oder Lebensmitte unterstützt. Die Lebensmittel, die durch den Zug geschickt wurden, blieben in Füsuli und von Armeniern beraubt.

– Dann wohin sind Sie gegangen?

 

Ich wünsche, wenn es bis zum Ende meines Lebensein Tag bliebe, würde ich ihn in Zangilan verbringen– Nachdem Zangilan besetzt wurde, hat man uns danach nach Goran geschickt. Im Dezember 1993 hat man uns von dort nach Beylagan geschickt. Nachdem Sie  uns militärisch vorbereitet hatten, haben sie uns Kriegsaufgabe aufgegeben. Wir traten das Dorf von Füsuli Bahmanli ein und gingen 35 Meter langen Weg auf die Richtung Aras und sperrten die Hinterfront des Feindes ab. In der Nacht vom 4. zu 5. Januar 1994 ergriffen wir die Siedlung Horadis. Dort habe ich einen Panzer von Armeniern geschossen. Wir brachten elf armenische Soldaten und einen russischen Leutnanten. Dann kamen wir zurück. Trotzdem haben die Armenier, die nicht wie Krieger, sowie als keine Nation betrachtet hatte, durch ihre Schirmherrschaften unsere Landesteile besetzt.

Jedes Jahr, wenn Sie sich an die Besetzung von Zangilan errinnern, welche Gefühle bekommen Sie?

– Wir leben mit dem Heimweh zu Zangilan. Jede Minute, jede Sekunde leben wir mit dem Wunsch nach Zangilan zu gehen und zwar glauben wir, dass wir später oder früher zurück zu unseren eigenen Gebieten gehen. Die Region Zangilan ist ein sehr schöner und wohltuender Ort. Ich wünsche, wenn es bis zum Ende meines Lebens nur ein Tag bliebe, würde ich ihn in Zangilan verbringen. Meine Mutter und meine Tante sind mit dem Heimweh zu Zangilan gestorben. Heute ist Zangilan unser verletzter Ort. Ich wünsche mir nichts vom Leben. Ich habe zwei Söhne und ich wünsche beidem Soldaten zu werden, dass sie um Zangilan kämpften. Glauben Sie mir, wenn es wieder einen Krieg gäbe, würde ich wieder kämpfen, obwohl man mich nicht gerufen hätte. Mein Kriegspfad fasst eine fünfjährige Periode um. In meinen Träumen sehe ich, dass ich in unserem Dorf und auf einem Pferd bin. Wenn ich nach solch einem Traum aufwache, beginne ich zu weinen. Hoffentlich werden wir uns nächstes Jahr in dieser Zeit in Zangilan treffen.

Vasif ALİHÜSSEİN

“KarabakhİNFO.com”

 

 

01.11.2013 11:49

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