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Sinan Oghan: „Die unveränderte Voraussetzung von der Türkei ist das Zurückziehen von Armenien aus Berg-Karabach“

29.07.2013 | 11:14

1375081731_s1-icri“KarabakhINFO.com”präsentiert das exklusive Interview mit dem Abgeordneten des Großen Nationalen Parlaments der Türkei aus MHP, Leiter der Gesellschaft Türkei-Aserbaidschan, Vorsitzenden von TürkSam Sinan Oghan.

– Sehr geehrter Sinan Bey, zunächst bedanke ich mich bei Ihnen, dass Sie für unsere Web-Seite Zeit in Anspruch genommen haben. Nach Ihrer Meinung, ist die gerechte Beilegung des Berg-Karabach-Konflikts möglich?

 

– Das Berg-Karabach-Problem muss nicht als ein Problem zwischen Aserbaidschan und Armenien, sondern mehr als ein die ganze Region umfassende Problem betrachtet werden. Anders gesagt, es ist für die Region eine Quelle der Unstabilität, dass Karabach nach den internationalen Rechtregelungen unrechtlich besetzt worden ist. Zuerst muss die internationale Welt zur Bewegung kommen, um es auf rechtliche Weisen zu lösen. Dafür ist das Ergreifen nötiger Schritte  eine Voraussetzung. Von anderer Seite, wenn wir die zweiseitigen Beziehungen zwischen Aserbaidschan und Armenien betrachten, ist es zu ersehen, dass Aserbaidschan von der Lage vor 20 Jahren in jedem Bereich viel mehr entwickelt ist als Armenien. Insbesondere hat die kluge Benutzung der Energiequellen Aserbaidschan zur Position des wichtigen Landes in der Region gebracht. Aus diesem Grund ist Aserbaidschan diplomatisch zu einem Staatszustand gekommen, der im internationalen Gebiet bestimmte Zuständigkeiten hat. Ebenfalls hat es solch eine militärische Kraft, die Armenien niederlegen könnte, wenn es Krieg gäbe,

– Die Frage- Eröffnung der Grenzen zwischen der Türkei und Armenien wird von der Tagung nicht abgesetzt. Ihrer Meinung nach, falls die Grenzen eröffnet werden, würde es in den Beziehungen zwischen der Türkei und Aserbaidschan irgendwelche Änderungen geben?Sinan Oghan: „Die unveränderte Voraussetzung von der Türkei ist das Zurückziehen von Armenien aus Berg-Karabach“

 

– Die Antwort auf diese Frage könnte unterschiedlich sein, in Bezug auf die Weise der Eröffnung der Grenzen. Die von der Türkei vorgebrachte Voraussetzung für die Eröffnung ist von Armenien aus Berg-Karabach und es ist sehr genau. Falls Armenien sich aus den Aserbaidschanischen Territorien zurückziehen, die von der Türkei vorgebrachten Voraussetzungen akzeptieren würde und auf dieser Weise die Grenzen eröffnet würden, würde das armenische Hindernis zwischen der Türkei und Aserbaidschan beseitigt werden. So werden wir in der Türkei aus Ighdir ausreisen und in die Innenregionen von Aserbaidschan über Nachitschewan durch Landwege gehen können. Diese Situation wird die Beziehungen zwischen zwei Ländern in vielen Bereichen noch mehr anregen. Zur gleichen Zeit wird es möglich sein, die Beziehungen von der Türkei mit der Türkischen Welt zu verbessern. . Ein weiterer Punkt ist die Realität der Eröffnung der Grenzen trotz nicht Erfüllung der Verpflichtungen von Armenien. Vor allem würde das uns mit der Situation von Angesicht zu Angesicht stellen, wenn Armenienvorgelegte Voraussetzungen nicht erfüllen wird oder die Taten der Armenien  ohne Bestrafung bleiben werden. Von anderer Seite würde die Ernsthaftigkeit der Türkei in der Außenpolitik nachlassen. Aus diesem Grund würde die Eröffnung der Grenzen auf dieser Weise einer der Faktoren sein, die auf die Beziehungen zwischen zwei Ländern negativ beeinflussen.

Sinan Oghan: „Die unveränderte Voraussetzung von der Türkei ist das Zurückziehen von Armenien aus Berg-Karabach“– Die armenische Lobby in der Türkei ist sehr stark. Was meinen Sie, ist es kein verhindernder Faktor für die Anerkennung den Khodschali-Völkermord im Parlament der Türkei?

 

– Als ein Abgeordneter der Nationalistischen Bewegungspartei habe ich zum Großen Nationalen Parlaments der Türkei einen Gesetzentwurf bezüglich auf den Khodschali-Völkermord eingegeben. Was die Nicht-Anerkennung betrifft, könnte es hier um viele Faktoren gehen. Die Ereignisse, wie Khodschali-Völkermord sind Verbrechen gegen die Menschheit und in diesem Fall muss mehr die Menschlichkeit bewertet werden als die Politik. Die in der Türkei herrschende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) weigern sich von den aus der Opposition gekommenen Gesetze, egal was  der Inhalt ist, weil es von der Opposition kommt. Auf der anderen Seite sagt die AKP, die Position der Türkei zu dem Thema der sogenannte “Völkermord an den Armeniern” ist, dass der richtige Weg ist, es zur Veräußerung der Historiker zu geben, anstatt in den Parlamenten auszuwerten. Natürlich kennen die Historiker die Geschichte besser als die Politiker, doch einen Punkthat man vergessen. Die Ereignisse in Khodschali waren nicht nur eine Geschichte. Die den Völkermord Erlebten, ihre Verwandten, die Augezeugen sind im Leben und von der Tragödie ist kurze Zeit vorbei. Wenn wir von der Geschichte sprechen, sind 20 Jahre wie gestern von unserem heutigen Leben. Außerdem muss Aserbaidschan seine Lobbyaktivitäten als Antwort auf die armenischen Lobbyaktivitäten in der Türkei verstärken.

– Heute sehen wir, dass es in der Türkei im Showbusiness, in den Medien und in anderen Bereichen Sympathie zu Armenier gibt. Denken Sie, der Grund dafür ist, dass die Aserbaidschanische Propaganda schwach ist oder die Innenpolitik der Türkei dafür Möglichkeit schafft?

Sinan Oghan: „Die unveränderte Voraussetzung von der Türkei ist das Zurückziehen von Armenien aus Berg-Karabach“

 

 

– Es gibt ein paar Punkte, warum Aserbaidschan in der Innenpolitik der Türkei nicht ganz erklärt wird. Das kann man als ein Grund für die Sympathie zu den Armeniern in der Türkei nennen. Nach der Ermordung von HrantDink in der Türkei zum Volk propagierte Beklemmungspsychologie wurde mit der historischen Beklemmungspsychologie der Armenier-mit einer der armenischen wichtigsten Thesen kombiniert und es hat in der Gesellschaft tief verwurzelt.Auf der anderen Seite, in der von der AKP-Regierung begonnene „armenische Eröffnungszeit“ hat die Sympathie zu den Armeniern vor allem in den schriftlichen und visuellen Medien der Türkei zugenommen und dieser Prozess wurde in der Form der gegenseitigen Unterstützung eine Weile fortgesetzt. Man muss sagen, dass durch die Mitteilung über die Realitäten bezüglich auf Aserbaidschan zur Gesellschaft der Türkei die Sympathie zu Aserbaidschan in der türkischen Gemeinschaft ziemlich viel zugenommen hat. Die Bürger der Türkei sehen die Menschen in Aserbaidschan nicht wie Nachbarn sondern wie Brüder, aber leider ist die türkische Gemeinschaft nicht ausführlich bewusst, was in Karabach passiert ist, was man in Khodschali erlebt hat. Hier hat leider die sinnliche Vertraulichkeit zwischen den beiden Gemeinden nicht zur Schaffung von effektiven Arbeiten geführt. Aus diesem Grund ist es notwendig, die Aktivitäten der türkischen Gemeinde in der Diaspora  zu erhöhen. Zum Beispiel, falls einige Schriftsteller der Medien nach Aserbaidschan eingeladen werden und diese Realitäten vom ersten Mund ihnen vermittelt werden, würde auf gute Ergebnisse führen. Genauso sollte in der Türkei erklärt werden, dass die Beziehungen mit Aserbaidschan nicht nur aus dem Energiehandel bestehen. Die gemeinsamen Leistungen von der Türkei und Aserbaidschan in kulturellen, öffentlichen und historischen Bereichen müssen häufig betont werden.

– Es gibt bestimmte Resolutionen und Beschlüsse von Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen in Bezug auf den Berg-Karabach Konflikt. Jedoch werden diese Beschlüsse und Resolutionen nicht umgesetzt. Was soll man machen, damit diese Organisationen bei der Umsetzung ihrer Beschlüsse entscheidend seien?

 

– Es ist notwendig, dass nicht nur Aserbaidschan, sondern auch die ganze Türkische Welt diese Frage zur Tagesordnung der Vereinten Nationen bringen. „Von Vereinigung würde Kraft entstehen“ haben wir solch ein Sprichwort. Wenn bei diesem Problem die Türkische Welt eine Einheit demonstrieren würde, die Türkischen Republiken ihre Kräfte vereinigen würden, könnten unsere Stimmen in den internationalen Organisationen noch lauter gehört werden. Außerdem sind einige Länder aufgrund der Lösung des Konfliktes in sehr kritischer Position. Hier soll man die Aktivität der politischen Leistungen sicherstellen. Die Lobbyleistungen sollen vor allem in Vereinigten Staaten von Amerika, Russland und in Europäischen Ländernerweitern, um die Entscheidungen zugunsten von Aserbaidschan zu erzielen. Darüber hinaus müssen auch die Gemeinschaften dieser Länder darüber informiert werden.

– Wenn es um den sogenannten Völkermord an Armenier geht, fordern die Armenier immer von den Türken Kompensation und erheben territoriale Ansprüche. Meinen Sie, dass die Türkei irgendwann unter dem Druck der starken armenischen Lobby ihre Voraussetzungen akzeptieren?

 

– Armenier haben eine Strategie, die sie seit Jahren anhalten. Andauernd werden jedes Jahr die Ergebnisse von Armenien geprüft und kommentiert. Vor kurzemhat der Generalstaatsanwaltschaft von Armenien Hovsepyan Agvan gesagt, dass es notwendig ist, armenische Kirchen und Territorien und verlorene Gebiete nach Armenien zurückzuhaben. Davor auch in ähnlicher Weise hat einer der Autoren der Khodschali Völkermord, Sersch Sarkisian gesagt: „Karabach haben wir erhalten, doch Agri haben wir für euch gelassen“ und einen Anspruch auf die türkischen Territorien erhoben. Darüber hinaus werden in der Verfassung und im Akt der Unabhängigkeit von Armenien die Türkischen Territorien als Territorien von Armenien gezeigt. Um diese Ziele zu erreichen, legt die armenische Diaspora grundlose Ansprüche auf den „Völkermord“  als ein Mittel vor.

Zwar „Kompensation“ würde hier eine bedeutende Phase sein und die Tür des späteren Prozesses aufmachen. Die Regierungspartei in der Türkei hat kürzlich eine  “Entschuldigung”-Kampagne begonnen, um ihre Ambitionen zu verwirklichen und für ein paar Kräfte nett auszusehen. Zusammen mit der “armenischen Eröffnung” planten sie Vertraulichkeit zu schaffen, jedoch ging dieser Prozess nicht wie geplant. Es muss gesehen werden, dass Schadenersatzansprüchezum Wohle der Verwirklichung des fast hundert jährigen Projekts von der armenischen Diaspora gemacht wird. Aus diesem Grund, bei den auf der Tagesordnung erscheinenden Regelungen über die Rückgabe der Eigentümer der nationalen Minderheitenin der Türkei müssen diese Punkte berücksichtigt und in Anspruch genommen werden.

-Nach Ihrer Meinung, falls morgen in Berg-Karabach militärischer Konflikt ausgebrochen würde, von welcher Position würde die Türkei hier auftreten?Sinan Oghan: „Die unveränderte Voraussetzung von der Türkei ist das Zurückziehen von Armenien aus Berg-Karabach“

 

Die Türkei und Aserbaidschan sind zwei Staaten und eine Nation. Das ist ein Prinzip der zwei Länder, der seit den Gründungsjahren von beiden Seiten angeeignet ist. Aus diesem Grund kommen die Beziehungen zwischen zwei Ländern auf verwurzelte Bindungen an.Auf der einen Seite ist Aserbaidschan, welches breitere strategische Zusammenarbeit mit der Türkei in der Region hat, mit wem die Türkei in der Geschichte die größte ausländische Investition durch TANAP machen wird, mit wem wir in der gleichen Sprache sprechen, auf die gleichen Dinge freuen, auf die gleichen Dinge trauern.Auf der anderen Seite steht Armenier, welches kurz vor 2015 vorhat, in der internationalen Arena die Türkei zu verdrängen, versucht, jede gegen die Türkei entstandene Situation auszunutzen und die Besetzung der Aserbaidschanischen Territorien anhält. Hier brauchen wir nicht zu denken, eine Auswahl zu machen. Natürlich ist die Türkei neben Aserbaidschan.

-Wenn Karabach mit Hilfe des Gottes von der Besetzung befreit wird und wir sind sicher, dass dieser Tag kommen wird, als ein Aserbaidschanischer Türke in welche Region würden Sie zunächst reisen?

 

-Jeder Zentimeter von Berg-Karabach ist Darstellung der Schönheit, obwohl sie von Armeniern erwünscht sind zerstört zu werden. Zunächst muss ich das ausdrücken. Aus diesem Grund ist es mein größter Wunsch in Berg-Karabach Schritt für Schritt zu wandern. Wohin ich zunächst gehen will, ist meine Antwort so: jedenfalls nach Khodschali. Als ein Aserbaidschanischer Türke habe ich natürlich eine romantische Bindung an Berg-Karabach. Als ein Vorsitzender eines strategischen Zentrums und als ein Stratege haben wir viele Analyse über Khodschali gemacht. Bezüglich auf die armenische Besetzung haben wir viel geleistet. Bei den Untersuchungen habe ich sehr präzis gesehen, wie gnadenlos die Armenier an unserem Volk Völkermord ausgeübt haben. Nachdem ich als Abgeordnete gewählt wurde, gehen unsere Arbeite in Bezug auf Khodschali weiter. Im Parlament habe ich ein Gesetz vorgeschlagen, den 26. Februar als Trauertag des Khodschali Völkermordes zu akzeptieren. Manchmal will der Mensch die Ereignisse nicht von weitem, sondern von der Nähe sehen. Mit Erlaubnis des Gottes ist der Tag nah, wenn wir nach Khodschali gehen!

Sinan Oghan: „Die unveränderte Voraussetzung von der Türkei ist das Zurückziehen von Armenien aus Berg-Karabach“Viele Menschen in Aserbaidschan halten die Türkei für Bruder- und unterstützendes Land.  Mit welchen Worten würden Sie die Binnenvertriebenen anreden, die seit 21 Jahren obdachlos geblieben sind, um ihre Begeisterung zu erhöhen?

 

– Zuerst, Berg-Karabach ist ein Türkisches Land. Die Flüchtlinge können vielleicht für eine Weile getrennt von ihrer Heimat sein, doch niemandem würde es die Kraft reichen, sie von ihrer Heimat für ewig zu trennen. In der Türkischen Welt ist Karabach blutende Wunde, trotzdem müssen sie keinen Zweifel haben, dass diese Wunde behandelt werden wird. Wie der Aserbaidschanische Präsident Ilham Aliev ausgedrückt hatte, wird drei farbige Aserbaidschanische Fahne früher oder später in Khankendi flattern. Es ist die Zeit, aktiv und tapfer zu sein. Noch einmal, wie ich vorher geäußert habe, wir sind eine Partei, die vor der Ungerechtigkeit in Berg-Karabach unsere Position genau festgelegt hat. Wir sind gegen die Beklemmung. Die Schuldigen des Völkermordes, der in Khodschali begangen wurde, müssen vor Gericht gebracht werden. Hoffentlich werden sie gebracht werden. Das internationale Recht ist auf unserer Seite. Niemand kann von dieser göttlichen Gerechtigkeit entkommen. Das muss man nie vergessen. Niemand soll bezweifeln, dass die Binnenvertriebenen früher oder später zu ihren Häusern zurückkehren, obwohl sie in verschiedenen Regionen von Aserbaidschan besiedelt worden sind. Man muss es den Kindern der Binnenvertriebenen auch erläutern. Ihnen muss man erklären, dass die Rückkehr zu den Gebieten, die ein Teil von ihnen vielleicht nicht gesehen haben, ist realistisch und es ist nötig, bei ihnen eine sinnliche Bindung zu schaffen.

Zaur GARİBOGHLU

 

“KarabakhİNFO.com”

 

29.07.2013 11:14

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