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Unsere auf den Steinen verewigten alten Glauben

09.01.2013 | 17:40

1357209952_bezymyannyy Die Person, die das erste Mal zum wissenschaftlichen Publikum über die Existenz der Zeichnungen über Felsen berichtet hat, war der bekannte Archäologe I.M. Dschafarzade(1.7). Im Jahre 1939 hat er beim Erforschen in Gobustan, nicht weit von Baku, hunderte solche Zeichnungen entdeckt und ihre wissenschaftliche Erklärung kommentiert(2. 304-311).

 

Unter seiner Leitung hat die Expedition des Geschichteninstituts der Akademie der Wissenschaften von Aserbaidschan innerhalb der Jahre 1947-1965  2500 Zeichnungen über 750 Felsen und Steinstücken, ebenso in Schikhgaia und Songardagh 30 gezeichnete Steine aufgedeckt. Zurzeit wurden in den Gedenksteinen von Gobustan wie Böjükdash, Kitschikdasch, Dschingirdagh-Jazilitepe, sowie in Schikhgaiaüber mehr als hundert Steinen über sechstausend sehr alte Zeichnungen und Gedenksteinen entdeckt und erlernt(3.130).

Der bekannte russische Wissenschaftler Formosov hat beim Erforschen von Böjükdasch, der Felsenzeichnungen von Mesolithenzeit, das heißt der Mittelsteinzeit, anders gesagt von Petrogliphen zwei Kulturebenen entdeckt: erste Kulturebene fasst die erste Mesolithenperiode-12.-10-Jahrtausende vor unserer Ära um und zweite Kulturebene fasst die letzte Mesolithenperiode-10.-8. Jahrtausende vor unserer Ära um(4.5). Für Mesolithenzeit, das heißt für die letzte Periode der Mittelsteinzeit von Gobustan sind zweimeterlange große Ochsenzeichnungen charakteristisch. Diese Bilder wurden mit Randlinien, hauptsächlich auf der realistischen Weise bearbeitet. Man kann von denen die Ochsenzeichnungen an der Höhlenwand des Steines N29, der sich östlich von dem im oberen Stock liegenden Stein N42 befindet, zeigen. In diesen Zeichnungen wurden die Kraft und Pracht der erwähnten Tiere ausgedrückt (4.15).

Die meisten Erforscher verbinden diese Zeichnungen, sowie bei den archäologischen Ausgrabungen in vielen Orten unseres Landes, ebenso in Karabakh (Khodschali-Gedebej Gedenksteine)gefundene Ochsenfiguren direkt mit alten Oghuzen und ihren alten myphischen Vorstellungen. Zum Beispiel, Historiker-Ethnograph Goschgarli hat in seinem Werk “Materielle Kultur von Aserbaidschan” unter Berufung auf “Oghuzname” betont, dass der myphische Ahne von Oguzen Oghuz Khan von der Ehe des Mondes mit dem Ochsen geboren wurde. Aus diesem Grund wurden auf den Bronzegürtel, die von den Endebronzezeit beziehungsweise frühen Eisenzeitmonuments erhalten sind, gezeichnete Ochsenhörner in der Halbmondform geschildert (5.24). I.Avscharov betonend, dass der auf den im Aserbaidschanischen Territorium gefundenen materiellen kulturellen Gedenksteinen gezeichneten Tierenbilder und zoomorphischen Elemente  in der alten Mithologie eine besondere Stelle haben, behauptet mit Recht, dass manche Tiere als Toteme der alten Stämme und Kläne aufgetreten haben: „ Wie Sie sehen, im Glaubenssystem der Aserbaidschanischen alten Bewohner hatte Glauben an den Ochsen eine besondere Stelle. Aus dieser Ansicht sind die meisten Figuren aus den Khodschali-GedebejGedenksteinen in der Form des Ochsenkopfes. Solche Figuren wurden auch in Südaserbaidschan und in den nördlichen Gebieten von Kaukasus gefunden. Nach der Meinung vom russischen Wissenschaftler Avdeev,  Glauben an Ochsen war im Kaukasus und im Osten weit verbreitet. Im Territorium von Aserbaidschan hat man sogar dem geehrten und prachtvollen Beerdigungsfall des Ochsen begegnet. Zum Beispiel, der Archäologe Ressler hat bei der Ausgrabung des Wallgrabes Khodschali solchen Grab getroffen. Hier wurde auf den Kopf des Ochsen eine Scheibe als Symbol des Vollmondes befestigt “ (5.24).

Die Türkologen wie S. Tolstov, N. Bernstamm und A. Bekmiradov haben gesagt, dass die Oghuzen in sehr alten Zeiten zum Ochsen ein Totemverhalten haben (6.34). Diese Wissenschaftler haben sich in diesem Fall auf das Ochsenbild und auf die Wörter des Textes von “Oguzname” berufen: “Sagte, lass es sei. Sein anqaghus (ideographisches Bild des Ochsen) ist das.” (6.124)

Der in der ersten Zeile der ersten Seite der ujghurischen Version von “Oghuzname” beschriebene blaue Ochse wird als das Bild des Vorfahrs der Oghuzen Oghuz Khan, genauer gesagt Angaghus, das heißt als ideographisches Zeichen vorgestellt. Dieses Bild kann nicht nur als eine Illustration des Werkes angenommen werden. Weil das als untrennbarer Teil des Textes auftritt und stimmt mit der wörtlichen Beschreibung aus dem Text von Oghuz Khan nicht überein. Im Text ist die wörtliche Beschreibung von Oghuz Khan ist anders:

“Wieder eines Tages wird Aj Kaghans Wunsch verwirklicht, ein Sohn wurde geboren. Das Gesicht dieses Jungen war blau. Sein Mund war rot wie Feuer, seine Augen hell blau, seine Haare, Augenbrauen waren schwarz. Er war schöner sogar als ein Engel…

…Seine Beine sahen nach Ochsenbeine, seine Taille nach der Wolfentaille, sein Rücken nach dem Zobelrücken, seine Brust nach der Bärenbrust aus.” (6.124)

Wir wir sehen,in der wörtlichen Beschreibung geht es um einen Jungen und sein Aussehen unterscheidet sich völlig von dieser Schilderung. Also, in diesem Fall ist diese Ochsenzeichnung ein ideographisches Zeichen des Wortes “Oghuz”. Aus diesem Grund haben Abulfas Husseini und Selen Jampolski gesagt, dass die Ochsenzeichnungen in Gobustan haben die Vorfahren von Oghuzen gezeichnet haben. In der wissenschaftlichen Welt beweist der bedingte Petrogliph sogenannte “Sieben Schönen” auch, dass es hier bloß um piktographisches Schreiben, das heißt um die Bilderzeichenschrift geht (4.17). In diesem Piktogramm wurden acht Frauen im Hintergrund der großen Ochsenzeichnung geschildert. Hier vertritt der Ochse das Oghuzenvolk und acht Frauen acht Oghuzenfamilien. Wenn wir betrachten, dass die Familienvereinigungen zwar in der Mesolithenzeit fromuliert wurden  und auf den Kopfe der Vereinigungen die Frauen standen (7.24), können wir ganz mutig sagen, dass es hier um einen Stamm geht, der  die Vereinigung der acht Oghuzenfamilien bezeichnet, genauer gesagt, es geht um die Selbstbezeichnung des Stammes.

In Orhon-Jenissei-Texten wird über die Familienvereinigungen wie Ütschok, Onok, Onujghur, Otustatar, Ütschoghuz, Altioghuz, Doggusoghuz, Ütschkarlug und andere Familienvereinigungen sowie über Sekkisoghuz gesprochen. Also im Osten der Gedenkstätte “Mojontschur” steht ein Satz: “Sekkisoghuz, Otustatar blieben nicht, sondern kamen…”(8.150)

In Hinsicht auf das Studieren der auf den Steinen verewigten Glauben haben die Zeichnungen in Gemigaia, der in Ordubad liegt, auch eine große Bedeutung. Hier sind die Spuren von unseren Vorfahren bezüglich auf die Glauben an der Hexerei deutlich zu erkennen. Der Kunstwissenschaftler Nessir Rsajev hat geschrieben, dass weil die Hexerei in unserer alten Kultur und Folklore tief verwurzelt ist, sind ihre traditionell fortgesetzten Spuren bis zu unserer Zeit angekommen. Diese Spuren haben in unsere Sprache Zauberwörter für die Lebewesen und leblosen Gegenstände gebracht, um die Ereignisse in der Natur und im Haushalt zu zaubern.

“Im Aserbaidschanischen Territorium wurden bis zu den letzten Zeiten unterschiedliche Formen beziehungsweise Fragmente der Zauberrituale durchgeführt. Geben wir einige Beispiele zu den Zauberritualen über die Landwirtschaft,  das Jagen und dieViehzucht vor. Beim Schießen des Pfeils sagt der Jäger zum Ziel auf die Jagd so, um erfolgreiche Jagd zu machen:

      Hasch ging

      Husch ging

      Dieser Pfeil zu dir

      Zum Ziel ging

Um das Vieh von den Wölfen zu schützen, sagt der Viehtreiber wickelnd das Messer oder die Schere in den Stoff:

      Ich schloss das Maul des Wolfes”(4.27)

In Aserbaidschan eines der weit verbreiteten Zauberfolklorenbeispiele ist der “Wolfenmaul schließen” Zauber. Interessanterweise ist eine der in Gemigaia gefundenen Zeichnungen direkt mit diesem Zauber verbunden. Im erwähnten Petrogliph wurde einen Wolf ein Schaf und eine Leine gezeichnet, die zwischen ihnen durchgeht und sie trennt und an der Spitze gewunden wird.

 

Der in Gemigaia gefundene Petroglyph ist bedeutend, weil auch die wörtliche Variante der Beschreibung der ausgedrückten Information bis zu unserer Zeit angekommen ist.1357210138_bezymyannyy1

“Hab´geölt,

                   Hab´geschlagen

                   Den Mund des Wolfes

                   Hab´geschlossen”.

Sowohl in Gemigaia, als auch in Gobustan in Zeichnungen über Felsen, ebenfalls in den Keramiken und Kunststücken sind die doppelten  Zeichnungen der Ziege mit dem Großen Bären sehr oft zu treffen.

 

In den erwähnten Zeichnungen ist der Große Bär manchmal in der Sternenform, manchmal in der Kreuzform und manchmal auch in der Hakenkreuzform. Die Bedeutung solcher piktographischen Beispiele ist, dass sie sich den Ausdruck “Schauen wie der Bock an den Großen Bären guckt” spiegeln, der unter Menschen weit verbreitet ist. Laut der mündlichen Information von Babajev Gurban Khaneli oghlu (1959), der aus dem Dorf Lök (heute Vartanazor), Meghri Region, Westaserbaidschan stammt, kommen die Böcke an die Ziege heran, wenn der Große Bär-Stern auftaucht. Deswegen warten die Böcke auf diesen nur einige Tage im Jahr erscheinenden Stern und wenn er auftaucht, starren sie auf ihn. Über dieselbe Sage und Glaube berichtet uns Musa Urud auch (11.20).

Zu Ihrer Information, auf dem Gebiet von Meghri ca. 40-45 km entfernt von der Gegend Gemigaia wurden sehr interessante Petroglyphen entdeckt.  Eine der Zeichnungen, die auf dem Berg Gargadash in der Nähe vom Dorf Nüvedi gezeichnet ist, trägt im Hinblick auf unser Thema eine größere Bedeutung. Der Grund der Wichtigkeit der Zeichnung ist, dass sie ein piktogrammisches Beispiel ist und es in der Nähe von diesem  Piktogramm eine runische türkische Schrift gibt, die mit seinem Inhalt übereinstimmt.

Die erwähnte Schrift wurde von einem südländischen Erforscher Mansur Rehberi gelesen (9). Daraufhin begann die eigentliche Sensation. Der epikraphische Gedenkstein, der nach dem bekannten “Orhon-Jenisej” Alphabet geschrieben ist, ist so:

 

 

 

1357210397_bezymyannyy3Mansour Bey weist zu Recht darauf hin, dass obwohl die Schrift im Hinblick auf Linguistik zur Kategorie der alten Texte gehört, gibt es da kein einziges unverständliches Wort oder Ausdruck. Sowohl die Sprache, als auch der fonetische und lexische Inhalt des Textes klingen volkommen mit Göktürkischen Schriften zusammen.

“Der Text klingt so:”

ONı  UÇUK  eRiNÇ  AS  YeLiNÇ  əSRi  UDSıN  KaN  əNGRiZ  GÖÇü  Bok eRiNÇ aRZ(J)uLa  BaRÇa

            Die Erkläung der Wörter der Schrift:

            Onı: vorne, davor

            UÇUK: zerstört, zerstörter Platz. Obwohl es unterschiedliche Bedeutungen von antiken Quellen gibt, weil ich den Text berücksichtigend die lokale türkische Sprache vorgezogen habe, bezeichnete ich es als Zerstörung.

            eRiNÇ: sei es. Nach den Schriften der alten Göktürk hauptsächlich als Hilfsverb verwendetes Wort tritt hier als eine unabhängige Einheit auf. Das Wort hat auch solche Bedeutungen wie “vielleicht”, “es kann sein”(DLT). Wurde vom Wort “ermek” entstanden. (das alte ujghurische Wörterbuch)

            AS: die Futter der Biester, Fleischteil für die Biester (DLT)

            YeLiNÇ :essen. Entstand von dem Verb yelmek. Hier dient die Endung “nc” zur Entstehung der Konjuktiv I Form des Verbs. Das heißt: “Seien Sie die Futter für die Biester! ”

əSRi : Leopard( Kitab el-İdrak li-lisan el-Etrak ), Tiger (DLT)

UDSıN: verfolgen, jagen(DLT) Die Konjuktivform des Verbes udmaq-schlucken. Es hat keine Verbindung mit heutigem Verb udmaq-schlucken

KaN: Blut (alltürkisch)

əNGRiZ: Weint. əngrəşdi-weinte (DLT)

GÖÇü: Umzug. Heutige Bedeutung (Der Umzug von irgendeinem Volk auf das Land )

BoK: Kot, Scheise  

eRiNÇ : Sei es

aRJuLa:Kaschkarli Mahmud  hat das Wort „arju“ als Schakal, und seine Ableitung „arjulayu“ als Zusammenkommen der Schakale um etwas, zum Beispiel ums Aas erklärt.

BaRÇa: alle, ganz. Die letzten zwei Wörter (arjul barça) bildenzusammen eine Wortverbindung und bedeuten “Lasst die Schakale um eure Leiche zusammenzukommen.”

Mit heutigem Türkischen:

„Sei es vor Sie eine Zerstörung, seid die Futter für die Biester, lasst den Leopard euch verfolgen, Scheise zu eurem Umzug, lasst die Schakale sich um eure Leichen versammeln!“(9)

Die Richtigkeit des Lesens beweist die daneben gezeichnete inhaltlich gleicheFelsenzeichnung. Hier sind offensichtlich zu sehen, dass die Leoparden und Schakale zu den von einem Ort zu anderem Ort gezogenen Hirten überfielen, in der Folge einige von den Hirten und auch von den Tieren gestorben sind, die überlebenden Hirten versuchten, sich und die Vieh zu retten und auchverfolgten die Leoparden die anderen Tiere und die Schakale versammelten sich um die gestorbenen Leichen (9).

 

Herr Rehberi weist mit Recht darauf hin, dass hier zwei inhaltlich 1357210532_bezymyannyy4gleichen Texte wie nach dem Verfahren sowohl ein Bild-Text als auch ein fonetischer Text geschrieben sind. Diese Texte als Zaubereistücketragen Verfluchungswesen und müssen als klassisches Beispiel derunter Menschen als Hexerei bekannten Glaube gehalten werden (9). Es ist möglich, den Text als Folklorenstück zu sehen.

Die Texten aus der gleichen Zeit kann mann auch über den “Zagatala-Steinen” sehen. Zunächst ist zu beachten, dass alle zurzeit in der persönlichen Sammlung der Zagatalischer Lehrer Nadir Sattarov geschützten Steine Flußsteine sind, genauer gesagt, sie bestehen aus den grob gemeißelten Flußsteinen und flachrelieftypischen Figuren (in der Form der Statue) (10) . Insgesamt sind sie sechs Stücke. Obwohl ein Teil dieser meist frauenförmigen Figuren an die Muttergöttindenkmäler der Eneolith-Zeit (6.-5. Jahrtausende vor unserer Ära) erinnert, weil die Denkmäler zu derselben Zeit hauptsächlich aus dem Ton gemacht worden sind, und auch weil da keine aus den Flußsteinen gemachten Figuren getroffen sind, denken wir, dass die Zagatala-Steine und natürlich auch die Texte zur Bronzezeit (4.-3. Jahrtausende vor unserer Ära) gehören können.

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Eine der Figuren, die in der Denkmalform ist, erinnert an die gebärende Frau. Zweifellos drückt diese Denkmälchen die Geburt-und Füllengöttin aus. Die gleichen Worte können wir für den Flachrelief einer Frau (Göttin) auch sagen, die in der Hand ein Kind hält. Einer der Texte, worüber wir sprechen wollten, ist zwar auf demselben Stein gezeichnet. Nebenbei muss man Bescheid sagen, dass man auch unter in Türkmenistan gefundenen und zur Bronzezeit gehörigen Zeichnungen die Göttin mit dem Kind sehr oft zu treffen sind. Der Archäologe Sarianidi denkt, dass diese Zeichnungen der Prototyp der Ikonen von Hz. Maryam und Baby Hz. Isa  (Jesus) seien, der nach einigen tausenden Jahren verbreitet 1357210665_bezymyannyy7wurde.

Hier nehmen  vier runische Zeichen Platz. Nach der Meinung von Mensur Rehberi, der dengleichen Text lesen konnte, der Erste von ihnen (von rechts nach links) tritt in vielen Fällen  als Tonträger auf und gibt den Laut “b” aus und im Gedenkstein Tonyugug tritt es in einer Stelle als Ideogramm auf und bedeutet “baş- Kopf”// “bas” (Kopf) und ist eine Variante des runischen Zeichens, die in den Idil-Ural runischen Texten getroffen sind und in der gegenwärtigen Bedeutung klingt es wie „bas“. Mit dem Zeichen, das in der zweiten Stelle steht und den Laut „T“ ausgibt, bilden zusammen das Wort „basot“ (barmherzig, hilfsbereit). Der „Tsch“ geklingelte Laut zusammen mit den im Text fehlenden Vokalen und wenn wir das dritten Zeichen, das als “açı”(Mutter) gelesen wird, hinzufügen, klappt es wie „ barmherzige Mutter“ und das deutet völlig die Figur der Muttergöttin aus. Das letzte Zeichen, das den Laut „Sch“ gibt, nach der Meinung von Mensur Rehberi, tritt diese Endung als Liebesausdruck (anaş-Mami, ataş-Papi)auf (10).

1357210671_bezymyannyy5    Zweifellos muss es hier um den Umaj Ana Charakter gehen, die als Geburtsgöttin in der türkischen Mythologie bekannt ist. Dessen Wurzeln an die Tiefe der Jahrtausende gelehnte Spuren von der Umajaglaube sind auch in den Orhon-Jenissei Gedenkstätten zu treffen. Also, östlich von dem Denkmal Kül Tekin, in der 31. Zeile ist geschrieben: “Umay tək ögim katun kutunqa inim Kül Tiqin at bultı.” (8. 74). Das heißt, wie Umaj zum Geschick meiner Khatun Mutter gewann mein jüngerer Bruder Kül Tekin einen Titel. Westlich vom Denkmal Tonjukuk, in der 38. Zeile sagt man: “Tenqri, Umay, ıduk Yer-Sub basa berti erinc.” (8. 120).

Zusammenfassung

Im Artikel wird es über die Spuren der alten türkischen Glauben gesprochen, die über einigen im Aserbaidschanischen Territorium gefundenen Felsenzeichnungen und über archäologischenGedenkstätten gespiegelt worden sind. Man gibt Informationen über die Ausdrucksformen der Volkskunst, die von den totemischen Auffassungen bis zur Hexerei und zum Anbeten der Muttergöttin in sich enthält.

Schlüsselwörter: Felsenzeichnungen, archäologische Gedenkstätten, Volkskunst, Totem, Hexerei, alte türkische Texte

 

LITERATUR:

1. Faradschova M. Die Felsenkunst von Aserbaidschan. “Aspoligraph”, Baku, 2009, 320.

2. Dschafarzade I. M. Die Felsenzeichnungen in Gobustan // die Arbeiten des Geschichteninstituts der Wissenschaftenakademie von Aserbaidschan, XIII, Baku, 1958

3. Muradova F. Kodierung der Felsenzeichnungen von Gobustan nach gegenwärtigen Ausgrabungen. Archäologie, Ethnographie und Folklore des Kaukasus, Baku, 2005

4. Rzajev N. Die Felsen erzählen. “Elm”, Baku, 1985, 94.

5. Avscharov I. Ochsenzeichnungauf den Proben der materiellen Kultur der späten Bronze – frühen Eisenzeit in Aserbaidschan // Archäologie, Ethnographie und Folklore des Kaukasus, Baku, 2005

6. Bajat F. Oghuzepiktraditionen und die Saga “Oghuz Kagan”. “Sabah”, Baku, 1993, S.196

7. Aserbaidschanische Geschichte, “Aserbaidschanischer Staatlicher Verlag”, Baku, 1994, S 648

8. Radschabov A. , Mammadov, J.”Orhon-Jenisej Denkmäler” “Yazici”, Baku, 1993

9. Rehberi M. “Die ungelesenen Dateien der Türken: Inschriften von Nüvedi- Gargadasch”, die Zeitung “Olaylar” 3. April, 2012 N:49 (2977)

10. Tundschaj B. Zagatalasteinen und alttürkische Texte. Zeitung “Olaylar”, 15.-18. Juni 2012, N: 100 (3028)

11. Urud M. Zengezur. Baku, 2005

 

Bextiyar Tuncay

 

KarabakhINFO.com

09.01.2013 17:40

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